Details

ISBN/EAN: 978-3-99059-034-8
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Originaltitel:
Avlsning
Übersetzer:
Bernhard Strobel
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
144 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 21.5 x 13.5 cm

Hersteller:
Literaturverlag Droschl GmbH
Annette Knoch
office@droschl.com
Stenggstraße 33
AT 8043 Graz
https://www.droschl.com/impressum/

Weitere Details arrow_forward_ios

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

Beschreibung

In seinem einzigen Roman erschafft Tor Ulven fünfzehn Bewusstheiten. Die Figuren befinden sich in unterschiedlichen Lebensphasen, von der Kindheit bis ins Greisenalter. Sie haben den Moment des Innehaltens und Stillstands erreicht und verfolgen eine 'private Utopie', sehnen sich nach etwas Unerreichbarem. Die Namenlosen erinnern, träumen oder malen sich in Selbstgesprächen aus, was aus ihrem Leben hätte werden können oder was ihnen für ein glückliches Leben fehlt. Und so sind es die Abwesenheiten, die ihre Gedanken dominieren: eine geliebte Frau, ein vermisster Hund, Geld oder Gesundheit. Die individuellen Schicksale gleichen stillen Variationen von Sehnsüchten und Ängsten, Trauer und Verlust. Ulven gestaltet einen Erzählreigen um die fünfzehn Protagonisten und deren unscheinbare Ablösungen. Die Wechsel von Figur zu Figur sind flackernd, leuchtend oder geschehen im Dunkel. 'Alle Übergänge in dem Buch werden dadurch markiert, dass eine Lichtquelle in eine andere übergeht oder erlischt', so beschrieb es der Norweger in einem seiner seltenen Interviews.

Über Tor Ulven

Tor Ulven wurde 1953 in Oslo geboren, wo er nahezu sein ganzes Leben verbrachte. Er begann als bildender Künstler, 1977 erschien sein erster Lyrikband. Nach einem Nervenzusammenbruch verließ er seine Wohnung kaum mehr. Erst gegen Ende der 90er Jahre veröffentlichte er wieder, zuerst eine Übersetzung von René Char (außerdem von Claude Simon und Samuel Beckett), danach Gedichte und ab 1990 nur noch Prosatexte. Er erhielt mehrere Literaturpreise, war ein bei Kollegen, Kritikern und Lesern angesehener, einflussreicher Autor und spielte in einer Band, die bei ihm zuhause probte. 1995 setzte er, mit 41 Jahren, seinem Leben selbst ein Ende. Bei Droschl erscheint Ulven in der deutschen Übersetzung von Bernhard Strobel: "Dunkelheit am Ende des Tunnels" (2012, vergriffen) und "Das allgemein Unmenschliche" (2014).